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Brandschutz: Warum Sie ihn ernst nehmen sollten

Wie wichtig vorbeugender Brandschutz ist wird deutlich, wenn wir an die Valley-Parade-Feuerkatastrophe vom 11. Mai 1985 zurückdenken. An diesem Tag spielte die englische Fußballmannschaft Bradford City im eigenen Stadion gegen Lincoln City.

Die Holztribüne mit etwa 3.000 Zuschauern war längst überholt und sollte nach der Saison gegen eine moderne Tribüne aus Stahl und Beton ersetzt werden. Noch vor dem Spiel beanstandete die hiesige Feuerwehr Papierabfälle, die sich unter der Tribüne befanden und empfahlen diese zu entfernen. Dass über diese Empfehlung hinweggesehen wurde sollte zur größten Katastrophe in der Geschichte des Fußballs führen.

Ermittlungen zufolge soll ein Zuschauer seine Zigarette in einem Becher ausgedrückt haben, der dann durch ein Loch auf den unter der Tribüne stehenden Abfall fiel. Dieser entzündete sich und wurde in nur wenigen Sekunden zu einem verheerenden Brand. Von der Entdeckung des Feuers, bis zum endgültigen Abbrennen der gesamten Holztribüne vergingen nicht einmal 4 Minuten. Zahlreiche Personen wurden verletzt. 56 Menschen starben. Live im englischen Fernsehen.

Wo fängt Brandschutz an – wo hört er auf

Seit dieser Katastrophe hat sich viel getan. Auch in deutschen Unternehmen sind die gesetzlichen Vorgaben für den Brandschutz seit 1985 kontinuierlich verbessert und aktualisiert worden.

Brandschutz beginnt bereits bei dem Bau Ihres Unternehmensgebäudes. Welche brennbaren Baustoffe dürfen wann, wo und wie verwendet werden? Welche europäischen Richtlinien sind einzuhalten? Wo werden für die Feuerwehr zugängliche Wasserversorgungen installiert?

Im fertiggestellten Gebäude sind alle Brandschutzmaßnahmen auf Wirksamkeit zu prüfen. Schließen die Brandschutztüren ordentlich, sind installierte Sprinkleranlagen und Rauchmelder funktionsfähig? Alle Fluchtwege, Feuerlöschplätze und Sammelplätze müssen gekennzeichnet werden. Mindestens 5% Ihrer Belegschaft muss als Brandschutzhelfer ausgebildet sein (unseren Blog zur Ausbildung als Brandschutzhelfer finden Sie hier). Mitarbeiter benötigen regelmäßig Schulungen zum Brandschutz.

Sie sehen – Brandschutz ist ein immerwährender Bestandteil der Unternehmensführung und elementar für ein gelungenes Arbeitssicherheitsmanagementsystem.

Wir begleiten Sie von der Baustellenkoordination bis zur regelmäßigen Schulung für Brandschutz im Speziellen und Arbeitssicherheit im Allgemeinen, damit Sie sich auf Ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Handeln Sie nicht erst wenn es schon zu spät ist – nehmen Sie jetzt mit uns Kontakt auf.

Flucht- und Rettungspläne (FRP) – der sichere Weg im Notfall

In meinem letzten Blog ging es um die Ausbildung der betrieblichen Brandschutzhelfer, die, wenn sie gut und umfassend ausgebildet sind, eine wichtige Stütze der betrieblichen Brandschutzprävention, sowie im Brandfall ein entscheidendes Bindeglied zwischen Unternehmen und Feuerwehr darstellen.

Notausgang/ NOT-Ausgang/ Exit – Wo findet man das denn?

Alle noch so gut ausgebildeten Brandschutzhelfer und/oder Rettungs- und Evakuierungshelfer nützen nichts, wenn Ihre Mitarbeiter und Ersthelfer die Flucht- und Rettungswege nicht kennen. Im Ernstfall wird dann der kürzeste und sicherste Weg nicht gefunden, egal ob zum Feuerlöscher, zum rettenden Ausgang oder „nur“ zum Verbandkasten. Ein aktueller Flucht- und Rettungsplan (FRP) schafft nicht nur Abhilfe, sondern kann im Ernstfall Schäden minimieren und vor allem Leben retten!

Der FRP ist deshalb in öffentlichen Bereichen und am Arbeitsplatz an gut sichtbaren Stellen dauerhaft anzubringen.

Wie sieht denn so ein Flucht- und Rettungsplan aus?

Einfach gesagt, bildet ein Flucht- und Rettungsplan den Grundriss des Gebäudes oder dessen Teilbereiche ab, in dem mit Hilfe von Piktogrammen alles Wichtige abgebildet wird.

Dazu gehören:

  • die Flucht- und Rettungswege,
  • die Notausgänge,
  • die Lage der Notfall- und Rettungsausrüstung,
  • die Standorte der Feuerlöscher und Hydranten,
  • die Lage der Sammelplätze für Ihre Mitarbeiter,
  • die Verhaltensregeln im Notfall und
  • eine erklärende Legende.

Klingt kompliziert. Wo bekommt man einen Flucht- und Rettungsplan?

Wer erstellt solche FRPs? Wer hat das nötige Know-how dafür und was muss man beachten und ggf. selber dafür tun? Ein Flucht- und Rettungsplan muss individuell für Ihr Unternehmen erstellt werden, da natürlich auf die Besonderheiten eines jeden einzelnen Betriebes Rücksicht genommen werden muss. F&J unterstützt Sie kompetent und fachgerecht einen Flucht- und Rettungsplan nach DIN ISO 23601 für Ihr Unternehmen zu erstellen. Seit mehr als 10 Jahren erstellen unsere Fachleute mit Hilfe von Know-how und modernster Software individuelle FRPs für die unterschiedlichsten Branchen.

So ist der Aufwand für Sie als Kunde von F&J absolut gering, trotz maximaler Erfüllung der vorhandenen Auflagen nach DIN ISO 23601. Sie haben schon FRPs in Ihrem Unternehmen und sind damit vorgesorgt? Das ist sehr gut und hat Vorbildfunktion. Doch sind diese Pläne noch aktuell? Flucht- und Rettungspläne sollten regelmäßig überprüft werden. Nur so wird gewährleistet, dass sie immer gut les- und erkennbar, verständlich und vor allem den aktuellen Gegebenheiten im Betrieb angepasst sind. Jede noch so kleine bauliche Veränderung oder eine Änderung Ihres Maschinenparks sollte zum Anlass genommen werden die vorhandenen FRPs zu überprüfen und ggf. zu überarbeiten und anzupassen.

Sie haben Fragen zu dem Thema, Interesse an einem kostenfreien Beratungsgespräch oder wünschen ein unverbindliches Angebot? Sie erreichen uns telefonisch unter 05221 342 44-0 oder schicken Sie uns einfach eine E-Mail.

Sichere Grüße,

Ihr Berthold

Vorschrift ASR A2.2: Ausbildung zum Brandschutzhelfer (BSH)

Der Gesetzgeber schreibt pflichtgemäß die Ausbildung von mind. 5 % der Belegschaft zum Brandschutzhelfer vor. Wieder eine Vorschrift, die vermutlich viele Geschäftsführer nervt, bei der die Notwendigkeit in Frage gestellt und nur auf den Kostenfaktor geschaut wird.

Dabei kann es jedes Unternehmen treffen.

Ausgelöst zum Beispiel durch einen Kurzschluss oder eine Unachtsamkeit von Angestellten bei der Arbeit nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Ein Brand entsteht und gefährdet Menschenleben und Gebäude. Damit in solch einer Situation nichts Schlimmeres passiert, müssen Brandschutzhelfer ausgebildet werden. Die ASR A2.2 legt fest, dass der Arbeitgeber Brandschutzhelfer benennen muss und diese entsprechend in Theorie und Praxis zu schulen sind. BSH sind dadurch in der Lage, im Ernstfall sofortige Erst-Maßnahmen durchzuführen.

Soweit die Theorie – doch wo findet man jemanden, der die Belegschaft vorschriftsmäßig und praxisnah zum BSH ausbildet?

Hier können Sie auf die jahrelange Erfahrung von F&J vertrauen. Wir bilden gemäß ASR A2.2 aus, in Theorie und Praxis. Dafür kommen wir gerne zur Inhouse Schulung in Ihr Unternehmen. Falls Sie nur einzelne Mitarbeiter haben, die ausgebildet werden müssen, können Sie diese zu unseren offenen Seminaren in Herford anmelden – Termine finden Sie hier.

Und wenn Sie erstmal nur Fragen zum Thema haben, wenden Sie sich gerne an uns. Nutzen Sie hierfür unser Kontaktformular. Wir melden uns schnellstens bei Ihnen.